Montag, 28. März 2022

Fotoausstellung im RAUM FÜR KUNST zeigt das Gesicht von sexueller Gewalt.

Fotografin und Sozialpädagogin Juliane LINSE Befeld leistet visuelle Aufklärungsarbeit.

 

Die Fotoausstellung der lokalen Fotografin und des Ateliermitglieds des Raum für Kunst e.V. Paderborn trug den Titel „Lippenbekenntnisse / ZWEI FRAUEN“.
Zwei Frauen, die sich wahrscheinlich sonst niemals begegnet wären, finden zueinander, arbeiten miteinander, lachen, weinen und schaffen etwas ganz Wertvolles miteinander. Zwei Frauen lagen sich am Wochenende in den Armen und schauten auf das, was sie geschaffen haben. Auf den Mut sich mitzuteilen und den Mut visuell über ein Thema zu sprechen, dass viele bewegt, dass jeden Tag passiert und über das viel zu oft geschwiegen wird. Denn Vorbeugung, Prävention, Aufklärung und Transparenz sind laut Befeld die wichtigsten Schlagwörter, wenn es um sexualisierte Gewalt geht.
Die dreitägige Ausstellung war mit rund 100 Gästen ein großer Erfolg. Die Fotografin Juliane LINSE Befeld berichtet: "Es gab einen offenen Austausch, Diskussionen, Demut, Betroffenheit und Dankbarkeit. Bei sexualisierter Gewalt geht es immer um den Zwang bei unterschiedlichen Machtverhältnissen und fehlender Zustimmung. An dieser Stelle wollten wir ansetzen und aufklären. Diese Ausstellung soll nicht die letzte ihrer Art gewesen sein."
Die Fotoausstellung „Lippenbekenntnisse 2.0 | Zwei Frauen“ am vergangenen Wochenende knüpfte an die erfolgreiche Informationsveranstaltung „Lippenbekenntnisse | Ungefragt. Ungewollt. Unantastbar!“ von 2020 an. Dieses Mal jedoch als eine fotografische Ausdrucksform, die die Missbrauchserlebnisse einer Frau widerspiegelten, welche sich mit Hilfe der Fotografin Juliane LINSE Befeld (Linsensüppchen 54) visuell mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Somit entstand ein Zusammenspiel aus persönlicher Konfrontation und Aufklärung. Dies war eine Einladung zu einem aktiven & passiven Diskurs über die Geschichte einer jungen Frau und über ein Thema, dass immer tagesaktuell bleibt.
Unterstützt wurde die Ausstellung wieder durch Informationsmaterial der Frauenberatungsstelle LILITH e.V. aus Paderborn.

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